Englandfahrt 2019

Wir wollen nicht sagen, dass es viel geregnet hat. Aber die britischen Maulwürfe haben ein Werbeschild „Abenteuer Höhlentauchen“ rausgehängt!

Pünktlich um 3:00 Montagmorgen ging die Fahrt los, im harten Tempo schnurstracks nach Dünkirchen, untermalt vom Soundtrack einer Bayern-München-Fan-CD.  Dann trennten uns nur noch eine französische (quelle rudité!) und eine britische (how talkative) Grenzkontrolle von der Fähre. Nach der Überfahrt und Ankunft in Dover ging es im besten britischen Fahrstil weiter nach Eastbourne, wo uns am Treffpunkt bereits die Gasteltern erwarteten. 

Nach einer gefühlt viel zu kurzen Nacht, bei einigen gepaart mit den ersten Anzeichen eines leichten Kulturschocks (das englische Wort für ‚Schimmel‘ ist ‚mould‘…), startete der Dienstag mit einem vierstündigen Unterrichtsblock. Im Anschluss ging es nach Brighton, wo wir ein für diese Jahreszeit sehr typisches Phänomen hautnah erleben durften: It was raining cats and dogs! Brighton, das eigentlich wunderschöne Seebad mit all seinen Sehenswürdigkeiten, fiel buchstäblich ins Wasser. Uns blieb, soaking wet to the bones, nichts anderes übrig, als in einem Cafe, Einkaufszentrum oder dem Brighton Palace Pier Unterschlupf zu suchen.

Für Mittwoch stand ein ganztägiger Ausflug nach Portsmouth auf dem Programm. Und das Wetter hatte Erbarmen, es stürmte nur. Wir erkundeten die HMS Victory und erklommen anschließend den Spinnaker Tower, einen 170 Meter hohen Aussichtsturm. 

Der Donnerstag startete wieder mit einem Unterrichtsblock in der Sprachschule. Was dann folgte, ist mit dem Wort „stürmisch“ nicht ganz treffend beschrieben. Wir fuhren zur Beachy Head, der Landspitze mit den berühmten Kreidefelsen. Dort wollten wir entlang der Klippen zu den Seven Sisters wandern. Nach seven steps war uns aber klar: Das wird nix. Orkanartige Windböen ließen nicht nur unseren Bus, sondern auch uns selbst ordentlich wackeln. Als Alternative ging es zurück nach Eastbourne, wo jeder ein bisschen Freizeit genießen durfte.

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Hauptstadt London. Wir näherten uns dieser Metropole per Schiff auf der Themse und konnten die ersten sights – Tower Bridge, The Shard, The Gherkin, Big Ben (leider immer noch verpackt) entdecken. 

Im Zentrum erwarteten uns Menschenmassen; auch in London wird freitags gerne demonstriert statt in die Schule gegangen (manche Weltretter hatten ihre Mission aber leider vergessen: McDonalds Getränkebecher, Primark Einkaufstüte, Krawall-Ambitionen). 

So what - wir bahnten uns unseren Weg abseits des Trubels, wagten eine tube Fahrt (eastbound? westbound? tap in, tap out? heaven help!), schlenderten durch den Green Park zum Buckingham Palace und stellten fest, dass die Queen gar nicht daheim war (und die Wachen keine Fellmützen aufhatten). Anschließend konnte jeder London auf eigene Faust entdecken, was bei einem großen Teil gleichbedeutend mit „shopping“ war. Den Abschluss der Reise bildete ein Flug mit dem London Eye. Auf dem Parkplatz der O2-Arena wurde der Proviant vertilgt (der Bus muss  sauber sein!) und schon ging es zurück Richtung Heimat – inklusive Nervenkitzel in Dover, denn unsere Fähre war aufgrund des Sturms gestrichen. So manchem wurde dann auf der anderthalb Stunden später stattfindenden Überfahrt klar, warum Sturm und Fähre keine gute Kombi ist… Als wir am Samstagnachmittag schließlich das Bodenseepanorama erblickten, mussten wir feststellen, wie schön wir es in unserer Heimat doch haben (gscheites Essen! Besseres Wetter!) 

Das Fazit nach einer Woche England: Wir sind stolz auf euch, wie gut ihr das gemeistert habt und würden jederzeit wieder mit dieser Truppe die britischen Inseln erobern.

Your fabulous four – Mr Emmans, Mrs Steinbach, Ms Gimple and Ms Gray